Sögels SG-BGM Frank Klaß zu Besuch im Kolping Migrationsbüro


von lks. Frank Klaß, Hans-Hermann Hunfeld, Joanna Bucur-Grochocka, Steffie Schuchart, Beata Nagy, Hanna Geers

Sögels Samtgemeindebürgermeister Frank Klaß ging in den Austausch mit den Mitarbeitenden des Kolping Migrationsbüros in Sögel und erkundete die verschiedenen Fachbereiche. Das Kolping Migrationsbüro ist eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Migrationshintergrund auf dem Hümmling. Die Samtgemeinde Sögel trägt einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieses Beratungsangebots bei. Maßgeblich ist daher der Fachbereich Europabüro für ausländische Arbeitnehmende. In Kooperation mit der Samtgemeinde Sögel wurde vor einigen Jahren dieser Bereich ins Leben gerufen. Hintergrund war die mangelnde Integration und fehlende Beratungsmöglichkeit für ausländische Arbeitnehmende.

Bis heute ist das Europabüro zuständig für die Organisation von Sprachkursen, Mitwirkung in sozialräumlichen Arbeitskreisen, Förderung der Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Sie bieten den Menschen vor Ort Unterstützung bei Behördenangelegenheiten, Übersetzungshilfen und Beratung bei Alltagsproblemen in den Sprachen ungarisch, rumänisch und polnisch an. Das Angebot wird wertschätzend wahrgenommen und steht für gelingende Integration.

Im Fachbereich der Migrationsberatung des Kolping-Büros liegt der Schwerpunkt im Integrationsprozess. Ziel des Angebots ist es, den Prozess der ankommenden Menschen mit Migrationshintergrund gezielt zu initiieren, zu steuern und zu begleiten. Das Aufgabengebiet umfasst die soziale und psychosoziale Beratung, die Begleitung der einzelnen Integrationsverläufe und die Unterstützung in den Bereichen Sprache, Bildung und Arbeit. Die Migrationsberatung kooperiert mit verschiedenen Partnern und bietet im Zusammenschluss Projekte für Menschen mit Migrationshintergrund im gesamten Raum Hümmling an.

Der Fachbereich Jugendmigrationsdienst der Kolping bietet eine umfangreiche und langfristige Begleitung für junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12-27 Jahren an. Die wesentlichen Aufgaben liegen in der Begleitung, Beratung und Unterstützung von Alltags-, Ausbildungs-, und Schulproblemen. Darüber hinaus werden kooperierende Projekte und Gruppenangebote ermöglicht.

Alle drei Fachbereiche arbeiten übergreifend miteinander zusammen und bieten gemeinsame Veranstaltungen an. Frank Klaß war begeistert von der umfangreichen Arbeit, die das Kolping Migrationsbüro seit mehreren Jahren tätigt.

Mitgliedersammlung Des Bildungswerkes

Die Mitgliederversammlung des Kolping Bildungswerkes hat unter den gültigen Coronaschutzvorschriften und eines zusätzlichen freiwilligen Selbsttests stattgefunden. Gerd Gerdes aus Sögel wurde zum achten Mal als Beisitzer des Vorstandes einstimmig wiedergewählt. Im Rahmen des Vorstandsberichtes wurde die besondere Raumsituation in Papenburg dargestellt. Die Stadt Papenburg möchte am Standort der Kolping Werkstätten Papenburg, Hoffskanal 1 – 5, städtebaulich weiterentwickeln. Sie hat im Gegenzug dem Kolping Bildungswerk ein geeignetes Grundstück in zentraler Lage am Bahnhof in Aussicht gestellt, damit sich die Werkstätten dort neu aufstellen können. Die Mitgliederversammlung befürwortet ein solches Bauvorhaben grundsätzlich und beauftragt den Vorstand, die Planungen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten voranzutreiben.

Fachwirte haben es geschafft! Herzlichen Glückwunsch!!!

Am 30.11.2021 wurden die 17 Absolvent*innen des Studiengangs „Fachwirt*in Erziehungswesen (KA)“ im Kolping Bildungshaus Salzbergen „Haus am See“ feierlich verabschiedet. Die Veranstaltung fand unter Corona-Bedingungen 2G+ statt. Die Absolventen haben ein starkes Durchhaltevermögen und eine große Motivation bewiesen während der einjährigen, nebenberuflichen Weiterbildung. Der Einsatz hat sich gelohnt und die Absolventen konnten ihr Zeugnis und die Urkunde in Empfang nehmen. „Mit dem Abschluss sind Sie für die Übernahme von Führungsaufgaben nun bestens vorbereitet“, so Akademieleiter Hans-Hermann Hunfeld. Besonders gewürdigt wurden die Leistungen der Prüfungsbesten Laura Temmen, Wietmarschen, mit einer Durchschnittsnote von 1,2 (2. v. lks.)

Fachwirt/in im Erziehungswesen

Am Donnerstag den 29.09.2021 um 19 Uhr findet der Informationsabend zur Fachwirtausbildung im Erziehungswesen im Gemeindezentrum Salzbergen statt. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos und für Sie unverbindlich. Wir würden uns über Ihre Anmeldung per Mail unter akademie@kolping-web.de sehr freuen.

Personelle Veränderungen

Seit dem 01.07.2021 dürfen wir Hanna Geers aus Börger bei uns begrüßen. Sie ist die neue Mitarbeiterin beim Kolping Jugendmigrationsdienst im Migrationsbüro in Sögel. Wir freuen uns auf die gute Zusammenarbeit:-)

Hanna Geers, Erziehungswissenschaftlerin & Design-Päd.(BA)

Auch in den Kolping Werkstätten in Papenburg gibt es Veränderungen: Heiner Dreyer ist nicht mehr Betriebsleiter der Werkstatt Papenburg. Er ist nun Rentner und ist als Minjobber im Personalwesen für uns tätig. Seine Nachfolge hat seit dem 01.07.2021 sein bisherige Stellvertreter Günther Leemhuis angetreten. Wir wünschen den beiden in ihrer neuen Funktion viel Erfolg!

neuer Betriebsleiter Günter Leemhuis
Heiner Dreyer

Eine Ära geht zu Ende!

Nach 16 Jahren ehrenamtliche Geschäftsführung bei den Kolping Tochtergesellschaften geht Wilhelm Papenbrock (5. vlks.) endgültig in den wohlverdienten Ruhestand. Es waren bewegte Zeiten, die sich der heute 82 Jährige vorher nicht erträumen ließ. Das Kolping Bildungswerk bedankt sich bei Wilhelm für die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Geschäftsführung wird nun der Geschäftsführer des Kolping Bildungswerks Hans-Hermann Hunfeld übernehmen.

Kolping Werkstätten sind da!

Die Kolping Werkstätten sind noch am bisherigen Standort in Papenburg präsent.

Die Kolping Werkstätten sind weiter am bisherigen Standort am Hoffskanal in Papenburg zu erreichen, obwohl im Zuge der Berichterstattung in den (sozialen) Medien über den Campus Papenburg ein anderer Eindruck entstehen kann. Nur die Möbel- und Gebrauchtwarenkammer ist in die nicht beheizbare Sheddach-Halle auf dem Gelände umgezogen.

Gemeinsam mit der Stadt Papenburg und dem Kolping Bildungswerk ist man zurzeit auf der Suche nach einem zentralen und für die Kunden der Kolping Werkstatt gut erreichbaren neuen Standort. „Im Zusammenhang mit anderen Aktivitäten wollen wir den Kolping Werkstätten gern einen Standort in der Nähe des Bahnhofes anbieten. Mit der politischen Beschlussfassung zur Planänderung und zur Veräußerung könnten gute Rahmenbedingungen für die künftige Arbeit der Kolping Werkstätten in Papenburg geschaffen werden,“ so der Bürgermeister Jan Peter Bechtluft.

Aktuell werden insgesamt 29 Menschen am Standort Papenburg beschäftigt; viele   werden qualifiziert mit dem Ziel der Teilhabe an der Gesellschaft und Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Durch die Wiederverwendung und Aufbereitung von gebrauchten Gegenständen sowie die Übernahme von Tätigkeiten wie z. B. Umzügen und Entrümpelungen sollen  individuelle Qualifizierungsziele erreicht werden. Die Hilfe zur Selbsthilfe steht im Vordergrund des Unternehmen: „Gemeinnützige Aktivitäten werden durch wirtschaftliche Geschäftsfelder finanziert!“ Von dieser Arbeit profitieren neben den Beschäftigten vor allem die Menschen, die sich zu günstigen Konditionen mit Gebrauchsgegenständen, Möbeln und Kleidung ausstatten können. Durch die Wiederverwendung von gebrauchten Gegenständen wird eine Nachhaltigkeit verfolgt und zudem die Umwelt geschont.

Bereits seit März 2019 sind die Stadt Papenburg und die Kolping-Werkstätten in Gesprächen wegen einer anderen Nutzung der städtischen Liegenschaft, die zum Spätherbst 2020 sehr konkret wurden. Kolping hat daher im Dezember letzten Jahres die ehemalige Möbelhalle geräumt, weil man der Entwicklung des Standortes zum Campus Papenburg nicht im Wege stehen wollte. Allerdings stellt die aktuelle Corona-Situation den Betrieb vor besondere Herausforderungen: Auch Kolping musste den Beschäftigungsumfang stark reduzieren, Hygiene-Konzepte umsetzen, das soziale Kaufhaus coronabedingt einschränken und werben, dass der Standort noch existiert.

Zur Information:

Ab den 1980er Jahren wurde das unter Denkmalschutz stehende Gebäude „Höveler und Dieckhaus“ von der Kolping Werkstatt Papenburg GmbH genutzt. Damals war das Internationale Kolpingwerk e.V., der Bundesverband der deutschen Kolpingfamilien e.V. und das heutige Kolping Bildungswerk e.V. an dieser Gesellschaft beteiligt. Durch das Wegfallen der Satzungszwecke „Werkzeuge und Maschinen für die Dritte Welt“ sowie des Bereichs „Aus- und Fortbildung“ wurde die Gesellschaft im Jahre 2004 an Privatpersonen unter der Firmierung Pro Arbeit und Soziale Hilfen GmbH übertragen. Im Jahre 2009 wurde auf Initiative der damaligen Mitarbeiter der „Pro Arbeit und Soziale Hilfen GmbH“ die neue Kolping Werkstätten GmbH in Kooperation mit dem Kolping Bildungswerk gegründet.

Die Stadt Papenburg begrüßte seinerzeit die Fortführung des Betriebs durch das Kolpingwerk im denkmalgeschützten Gebäude Höveler und Dieckhaus ausdrücklich.